Um 1800 kommt es am bairischen Hof zu einer Trachtenbegeisterung. Es ist die Zeit der Aufklärung. Es setzt eine Folklore-Welle ein. Die erste ausführliche Beschreibung der Trachten aus den
verschiedenen Gerichten stammt von Joseph Hazzi, einem Maurermeisterssohn aus Abensberg (geb. 1768). “Der Königlich wirkliche Centralrath und Archivar der Ständeversammlung des Königreichs Bayern”,
Lipowsky bringt 1830 in der “Sammlung Bayerischer National-Costüme” ein bedeutendes Trachtenbuch heraus.
“Ältestes bekanntes Foto eines Trachtenvereins von 1862” (Enthüllung/Segnung der Fahne; welche sich noch immer im Besitz des Trachtenverein Miesbach befindet). Es ist die älteste
Volkstrachtenvereinsfahne Bayerns und damit der Welt.
Bereits am 31.05.1908 beruft Josef Fürst, der Gründungsvorstand der Miesbacher Schuhplattlergesellschaft, in Murnau eine Versammlung zur Gründung einer Dachorganisation der
Trachtenvereine ein. Die Zeit für einen Zusammenschluß war damals aber noch nicht reif. Die Idee Fürsts wirkte weiter. Die Gaue des Alpengebietes und seines Vorlandes schließen sich am 25.
Oktober 1925 zu einem eigenen Verband zusammen mit dem Namen: “Vereinigte Gauverbände des Bayerischen Oberlandes”: Vorsitzender wird Thomas Bacher aus Westerham.
1947 werden die “Vereinigten” neu gegründet, und es schließen sich noch weitere Gaue aus Bayern an. Es erfolgt gleichzeitig die Umbenennung in “Vereinigte Bayerische Trachtenverbände e.V. “ mit Sitz in Traunstein. |